Fragen und Antworten

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Rütihard?

Grundsätzlich gilt: Rütihard bleibt Rütihard. Sie bleibt ein Raum für alle. Spaziergänge, Velotouren und Ausritte werden zu jeder Zeit möglich sein. Sie bleibt ein Ort der Ruhe. Die unterirdische Salzförderung ist geräuschlos, die Erschliessungsarbeiten werden so kurz und so schonungsvoll wie möglich gehalten. Sie bleibt ein fruchtbarer Boden. Salzgewinnung und Landwirtschaft laufen seit jeher Hand in Hand. Es bleiben keine sichtbaren Spuren der Salzgewinnung zurück.

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf das Landschaftsbild?

Während der einjährigen Bauzeit wird pro Förderschacht ca. 4-6 Wochen mit einem mobilen Bohrgerät in die nötige Tiefe gebohrt. Danach wird das Bohrgerät entfernt – es bleibt lediglich ein Schachtdeckel sichtbar. Die Schächte liegen immer mindestens 115 Meter, häufiger auch weiter auseinander. Parallel dazu erfolgt der Leitungsbau analog einer Wasserleitung. Dieser kann mehrere Monate dauern. Anschliessend werden die Förderplätze in der Grösse eines Volleyballplatzes sorgfältig hergerichtet. Diese können begrünt oder in Zusammenarbeit mit lokalen Umweltorganisationen für ökologische Projekte (z.B. Amphibienburg oder Bienenhotel) genutzt werden.

Werden durch das Projekt Verbindungsstrassen und Wanderwege unterbrochen?

Nein, alle Wege und Zufahrten bleiben während der unterirdischen Salzgewinnung benutzbar.

Wie ist es mit dem Baulärm?

Die unterirdische Salzgewinnung ist grundsätzlich nicht sichtbar und geräuschlos. Zur Erschliessung der Salzvorräte sind langsame Tiefenbohrungen notwendig. Die Leitungen für den Weitertransport des gewonnenen Salzes werden grundsätzlich entlang bestehender Wege und Strassen gelegt. Diese Bautätigkeiten führen zu gewissen Belastungen für die Umgebung. Das Bohrgerät zum Erschliessen der Salzvorräte ist in der unmittelbaren Umgebung hörbar. Es verursacht aber keine Erschütterungen oder Probleme an Gebäuden. Falls nötig werden für die Bohrungen Schallschutzwände installiert. Für den Bau unterirdischer Leitungen werden Gräben ausgehoben, die nach dem Verlegen der Leitungen umgehend wieder verschlossen und renaturiert werden. Die Salinen werden alles daran setzen, jegliche Auswirkungen so geringfügig und so kurzfristig wie möglich zu halten.

Wird das Projekt zusätzlichen Strassenverkehr verursachen?

Während der Bauarbeiten wird es während der Arbeitszeiten zu Zu- und Wegfahrten kommen. Die Salinen prüfen Alternativen, um Zufahrten durch Muttenz zu vermeiden, und verpflichten sich, den Baustellenverkehr so gering wie möglich zu halten. Die Zufahrtswege sind abhängig von der Detailplanung und daher noch nicht definitiv festgelegt.

Wie lange dauert die Salzgewinnung?

  • Jede der vier vorgesehenen Etappen beginnt mit einer Erschliessungsphase, die rund ein Jahr dauert. Zwischen den Etappen liegt jeweils eine Pause von fünf Jahren. Die anschliessende Phase der Salzgewinnung ist geräuschlos und erfolgt unterirdisch. Die Salzvorkommen unter der Rütihard decken die geschätzte Nachfrage der Schweiz über einen Zeitraum von rund  25 Jahren. Nach ca. 20 Jahren werden die ersten Einrichtungen bereits wieder zurückgebaut und das Land rekultiviert bzw. renaturiert.

Warum ist die unterirdische Salzgewinnung in einem beliebten Landwirtschafts- und Freizeitgebiet geplant?

Das Gebiet für die Salzgewinnung liegt in der Landwirtschaftszone und ist tatsächlich eine schöne Landschaft mit gutem Kulturland, welches auch rege bewirtschaftet wird. Rütihard bleibt Rütihard. Die unterirdische Salzgewinnung wird den heutigen Charakter der Rütihard nicht verändern. Die Nutzung des Lands wird nur geringfügig beeinträchtigt, wofür die Landwirte finanziell entschädigt werden.

Aber bei der Rütihard handelt es sich doch um ein Naturschutzgebiet?

Nein. Das Gebiet, in dem die Schweizer Salinen unterirdisch Salz abbauen werden, liegt in der Landwirtschaftszone und gehört der Bürgergemeinde Muttenz. Es ist zu grossen Teilen an Landwirte verpachtet und wird aktiv bewirtschaftet. Gewisse Bereiche sind von einer Landschaftsschutzzone Feldbäume überlagert. Am Rand ist das Gebiet bewaldet.

Warum wird überhaupt in der Region Salz gewonnen und produziert?

Die Schweizer Salinen müssen sich zur Sicherung der Salzversorgung für das gesamte Land danach richten, wo geeignete unterirdische Salzfelder zur Gewinnung liegen. Dabei sind sie auf das vom Kanton zugewiesenen Konzessionsgebiet beschränkt. Im Siedlungsraum werden die zeitlich begrenzten Arbeiten zur Vorbereitung der unterirdischen Salzgewinnung nicht bemerkbar sein. Die eigentliche Salzgewinnung erfolgt unterirdisch und ist weder sichtbar noch hörbar.

Stehen keine anderen Standorte zur Auswahl?

Alternative Salzfelder innerhalb des Konzessionsgebiets stehen den Salinen frühestens ab 2030 oder noch viel später zur Verfügung. Die rund 50 aktiven Bohrlöcher in Möhlin und Pratteln liefern jedoch nur noch bis in Jahr 2025 Salz.

Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?

Das Projekt befindet sich in der Planungsphase. Die Schweizer Salinen stehen mit der Landbesitzerin, der Bürgergemeinde Muttenz, seit Längerem in engem Kontakt, um das Projekt zu konkretisieren. Die Pächter wurden von der Landbesitzerin im März über die Absicht informiert, über je 4-6 Wochen zwei Sondierbohrungen im Wald auf der Rütihard durchzuführen. Inzwischen wurde ein Zwischenhalt eingelegt, um Raum für eingehende Gespräche mit diversen Anspruchsgruppen zu schaffen. Die Schweizer Salinen haben zudem die Ausarbeitung des umfassenden Umweltverträglichkeitsberichts zeitlich weit vorgezogen. Nach den Sondierbohrungen folgt die detaillierte Planung der Salzgewinnung. Im Anschluss reicht das Unternehmen die Gesuche zur Bohr- und Baubewilligung ein.