Schweizer Salinen nehmen zwei Sondierbohrungen auf der Rütihard wieder auf und involvieren unabhängige Fachexperten

Pratteln, 6. Dezember 2018. Die Schweizer Salinen werden ab Januar 2019 zwei Sondierbohrungen im Gebiet Rütihard vornehmen. Neben den Abklärungen zur Salzmächtigkeit liefern die Bohrungen notwendige Erkenntnisse für die Abklärung der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse im Untergrund der Rütihard, wo ab 2025 Salz gewonnen werden soll. Die Durchführung und Auswertung der Sondierbohrungen wird von unabhängigen Experten begleitet. Die verschiedenen Interessengruppen wurden am 5. Dezember 2018 persönlich über das Vorhaben informiert.

Die Schweizer Salinen AG ist von den 26 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein mit der nationalen Salzversorgung beauftragt. Für die Sicherstellung der zukünftigen Versorgung plant sie im Gebiet Rütihard ein neues Salzgewinnungsgebiet zu erschliessen. Sie hat dazu bereits 2016 Bohrbewilligungen eingeholt, die Sondierbohrungen jedoch im Frühling 2018 vertagt, um Gespräche über deren Rahmenbedingungen zu führen. Die Aufnahme der Sondierbohrungen ist nun für Januar 2019 geplant.

Forderung nach weiteren Untersuchungen
Die angekündigten  Sondierbohrungen erfolgen unter Auflagen des Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE) und in enger Absprache mit der Einwohnergemeinde Muttenz und der Bürgergemeinde Muttenz als Landbesitzerin. Sondierbohrungen gehören zum üblichen Vorgehen im Rahmen der Erschliessung von neuen Salzgewinnungsgebieten. Sie kommen letztlich auch der Forderung der Petitionskommission des Landrats nach, dass eine Salzgewinnung unter der Rütihard erst nach weiteren geologischen und hydrogeologischen Abklärungen basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgen könne.

«Viele der von den Behörden, Gemeindevertretern, Interessengruppen und interessierten Muttenzerinnen und Muttenzern geäusserten Fragen lassen sich nur mit Sondierbohrungen klären, weshalb wir sie so früh wie möglich vornehmen wollten», erklärt Dr. Urs Ch. Hofmeier, Geschäftsführer der Schweizer Salinen AG. «Die intensiven Gespräche der letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass neben uns auch der Kanton Basel-Landschaft, der Landrat, der Gemeinderat und der Bürgerrat Muttenz sowie diverse Gruppierungen ein Interesse an eingehenden Untersuchungen des Untergrunds haben. Die Erkenntnisse dienen zudem für die Erstellung des Umweltverträglichkeits¬berichts, der vom AUE beurteilt wird. Wir begrüssen es sehr, dass wir diese für eine sichere und nachhaltige Salzgewinnung erforderlichen Abklärungen nun gewissenhaft fortführen können.»

Im Rahmen einer persönlichen Orientierung haben die Schweizer Salinen, die Bürgergemeinde Muttenz und die Einwohnergemeinde Muttenz am 5. Dezember 2018 verschiedene Interessengruppen über das geplante Vorhaben informiert.

Sondierbohrungen unter Auflagen
Aufgrund von behördlichen Auflagen, unter anderem zum Vogelschutz während der Hauptbrut- und  setzzeit, müssen die Sondierbohrungen in der Periode zwischen Anfang August und Ende März erfolgen. Da jüngst verschiedene Parteien auf kommunaler und kantonaler Ebene ihre Erwartung bekräftigt haben, dass die Schweizer Salinen ihre Planungsabsichten durch weitere Abklärungen abstützen und konkretisieren sollen, finden die Sondierbohrungen bereits im laufenden Zeitfenster

statt. Die erste Bohrung erfolgt deshalb ab Januar 2019. Je nach Fortschritt erfolgt die zweite Sondierbohrung ebenfalls im ersten Quartal 2019 oder – in Erfüllung der behördlichen Auflagen – ab Herbst 2019.

Nach Einrichtung des Bohrplatzes dauert die eigentliche Tiefbohrung pro Bohrloch ca. vier bis sechs Wochen. Die Zufahrt zu beiden Bohrstellen erfolgt aus Richtung Münchenstein. Um den Wald und die Tierwelt möglichst zu schonen, erstellen die Schweizer Salinen die Sondierbohrungen auf bestehenden Waldstrassen, die jeweils für ca. zwei Monate für Fahrzeuge gesperrt sein werden. Der Durchgang für Fussgänger und Reiter bleibt erhalten. Nach Abschluss der Sondierbohrungen verschliessen die Schweizer Salinen die Bohrlöcher fachgemäss. Die Bohrplätze werden zurückgebaut und rekultiviert, die Forststrasse wird wieder hergerichtet.

Vertiefte Erkenntnisse dienen allen
Die im Rahmen der Untersuchungen des Untergrunds vertieften Erkenntnisse zur lokalen Geologie und Hydrogeologie sind unerlässlich zur detaillierten Abklärung einer sicheren Salzgewinnung unter der Rütihard. Zudem dienen die zwei Sondierbohrungen dazu, letzte Fragen bezüglich der Ausdehnung und Qualitätsmerkmale des Salzvorkommens zu klären.

Die aufgrund der Sondierbohrungen gewonnen Erkenntnisse bilden somit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Schweizer Salinen, die Behörden sowie weitere involvierte Kreise. Im Interesse einer möglichst breit abgestützten Untersuchung werden neben den erfahrenen Geologen der Schweizer Salinen weitere unabhängige Experten die Sondierbohrungen begleiten. Sachverständige Vertreter von Interessengruppen sind eingeladen, die zugrunde liegenden Fragestellungen und gewonnen Daten zu prüfen.

Über die Schweizer Salinen AG
Die Schweizer Salinen beschäftigen an ihren Standorten Riburg, Schweizerhalle sowie Bex 200 Mitarbeitende und produzieren rund 600 000 Tonnen Salz pro Jahr. Sie stellen die inländische Versorgung mit allen Salzarten durch Eigenproduktion, Lagerung und Handel bis in die entlegensten Gebiete der Schweiz sicher.

Ansprechpartner für die Medien

Dr. Urs Ch. Hofmeier, Geschäftsführer Schweizer Salinen AG
T +41 61 825 51 04, urs.hofmeier@saline.ch

Peter Vogt, Gemeindepräsident Muttenz
T +41 61 466 62 03, peter.vogt@muttenz.bl.ch

Hans-Ulrich Studer, Präsident Bürgerrat Muttenz
T +41 61 461 71 46, hu.studer@muttenznet.ch

Stephanie Matter, stellvertretende Generalsekretärin
Finanz- und Kirchendirektion Basel-Landschaft (erreichbar am 6. Dezember 2018 ab 10.00 Uhr)
T +41 61 552 66 16, stephanie.matter@bl.ch